Fischereiprüfung

Der Weg zur Fischerprüfung

Der Weg zur Fischerprüfung in Hessen besteht aus zwei Abschnitten:

1. dem Vorbereitungslehrgang beim Verband
2. der staatlichen Prüfung bei der Fischereibehörde.

Der Vorbereitungslehrgang

Der Vorbereitungslehrgang dauert mindestens 40 Unterrichtseinheiten
zu je 45 Minuten und umfaßt fünf Sachgebiete:

1. Allgemeine Fischkunde
2. Spezielle Fischkunde
3. Gewässerkunde
4. Gerätekunde
5. Gesetzeskunde

Grundlage für die Ausbildung ist das "Heintges Lehr- und Lernsystem".
Während des gesamten Lehrgangs besteht Anwesenheitspflicht.
Der Lehrgang schließt mit einem schriftlichen Test unter prüfungsähnlichen
Bedingungen ab. Im Test sind, wie in der späteren staatlichen Prüfung,
60 Fragen aus der rund 650 Fragen umfassenden offiziellen Fragensammlung
zu beantworten, und zwar 12 aus jedem Sachgebiet.
Das Testergebnis zeigt sowohl dem Prüfungsbewerber als auch dem Ausbilder,
ob das Ausbildungsziel erreicht wurde. Ist dies der Fall, erhält der
Prüfungsbewerber eine Bescheinigung über die erfolgreiche (!) Teilnahme am
Lehrgang. Ist das Testergebnis nicht ausreichend, erhält der Prüfungsbewerber
die Möglichkeit zur Nachschulung.
Die Lehrgangsgebühr beträgt € 120,-. Hinzu kommen Kosten für Lehrgangs-
unterlagen (Bücher, Fragensammlung, Arbeitsmappen usw.), falls diese
gewünscht werden. Welche Unterlagen im einzelnen sinnvoll sind, wird zu
Beginn eines jeden Lehrgangs ausführlich erläutert.

Die staatliche Prüfung

Die Prüfung ist in der Regel bei der Unteren Fischereibehörde
abzulegen, in deren Zuständigkeitsbereich (Kreis, kreisfreie Stadt)
der Prüfungsbewerber seinen gewöhnlichen Aufenthalt (Wohnsitz)
hat. Ausnahmen sind möglich (zuständige Behörde fragen) (§ 3 Abs.
1 der VO über die Fischerprüfung und über die Fischereiabgabe).
Die Unterlagen für die Anmeldung sind bei der zuständigen Unteren
Fischereibehörde erhältlich.
Der Anmeldung sind beizufügen :

1. Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einem Vorbereitungs-
lehrgang (§ 5 Abs. 3 der VO über die Fischerprüfung und über die
Fischereiabgabe)

2. Bescheinigung über die eingezahlte Prüfungsgebühr in Höhe von
€ 30,- (§ 5 Abs. 2 der VO über die Fischerprüfung und über die
Fischereiabgabe)

3. polizeiliches Führungszeugnis, falls die Behörde ein solches verlangt
(fragen!)

4. bei minderjährigen Antragstellern: Einverständniserklärung des
gesetzlichen Vertreters (§ 5 Abs. 1 der VO über die Fischerprüfung und
über die Fischereiabgabe)

Die Anmeldung zur Prüfung muß der zuständigen Unteren Fischereibehörde
mitsamt den erforderlichen Unterlagen spätestens 4 Wochen vor dem
Prüfungstermin vorliegen (§ 5 Abs. 1 der VO über die Fischerprüfung und
über die Fischereiabgabe). In der Prüfung sind 60 Fragen aus der staatlichen
Fragensammlung zu beantworten, und zwar 12 aus jedem Sachgebiet
(§ 6 Abs. 2 der VO über die Fischerprüfung und über die Fischereiabgabe).
Der Prüfling hat die Prüfung bestanden, wenn er mindestens 45 Fragen richtig
beantwortet hat. Dabei müssen in jedem Sachgebiet mindestens 9 Fragen richtig
beantwortet sein (§ 7 Abs. 2 der VO über die Fischerprüfung und über die
Fischereiabgabe).
Der Prüfling erhält nach erfolgreicher Prüfung ein Zeugnis mit der Bewertung
"bestanden" (§ 7 Abs. 3 der VO über die Fischerprüfung und über die Fischerei-
abgabe). Eine nicht bestandene Prüfung muß vollständig wiederholt werden
(§ 9 Abs. 1 der VO über die Fischerprüfung und über die Fischereiabgabe).
Der Prüfling muß vor jeder Prüfungswiederholung nachweisen, daß er erneut an
einem Vorbereitungslehrgang teilgenommen hat (§ 9 Abs. 2 der VO über die
Fischerprüfung und über die Fischereiabgabe).
Die Anzahl der Prüfungswiederholungen ist nicht begrenzt.

Quelle: http://www.hessenfischer.net/fipruefung/weg.htm